China Study

Von T. Colin Campbell und Thomas M. Campbell

 

Dr. T. Colin Campbell war mehr als 40 Jahre an der Spitze der Ernährungsforschung in den USA tätig. Diese hier vorliegende Studie ist die umfassendste über Gesundheit und Ernährung, die jemals durchgeführt wurde - über 30 Jahre an ca. 880 Mio. Chinesen unter Einbeziehung von weiteren großen und kleinen Ernährungsstudien.

Mit diesen Ergebnissen rüttelt er an unsere „wissenschaftlichen Ernährungsweisheiten“, die wir alle von unseren Eltern und Großeltern mit auf den Weg bekommen haben. Obwohl alle neuen Forschungen seine Ernährungslehre untermauern und viele seiner Kollegen ihn heimlich unterstützen, schwimmt er gegen einen Strom von Geld, Macht und riesigem Einfluss der Tierzüchter und der Pharmalobby.

Seine Kraft dafür nimmt er aus seinen Forschungsergebnissen und aus seinen eigenen Erfahrungen, die er im Laufe der Zeit an sich selbst und an Patienten gesammelt hat. Und er steht nicht mehr allein im Kampf gegen Krankheit und falsche Ernährung, der weltweite Anteil der Veganer nimmt langsam aber stetig zu, und das aus den vielfältigsten Gründen. Auch bei uns gibt es mittlerweile über 800.000 nett umschriebene „Pflanzenfresser“. Und es geht uns gut, zum Trotz aller „normalen“ Mitmenschen.

Dr. Campbell hat erforscht und wissenschaftlich belegt, dass der Nutzen der frischen pflanzlichen Nahrung vielfältiger und eindrucksvoller ist als die medikamentöse und medizinische Praxis. Dies kann jeder von uns in seinem täglichen Umfeld sehen. Wieviel Geld geht in die Forschung und die angebliche Aufklärung von Krankheiten, wie viele kranke Menschen kennen wir, von denen viele sich nicht ausschließlich von den bösen Fetten und zu viel Zucker ernähren und die sehr wohl Sport machen – und trotzdem krank werden. Wobei hilft uns also unser Doktor von nebenan – Vorsorge? Aufklärung? Oder humane Sterbehilfe, staatlich finanziert?

Was genau hat Dr. Campbell denn nun erforscht? Er hat an Tierversuchen nachgewiesen, dass das Krebswachstum mittels Ernährung an- bzw. abgestellt werden kann - unabhängig von der genetischen Veranlagung, die lt. dieser Studie nur bei 2-3 % liegt. Und nun höre ich schon den Satz „ja aber meine Mutter hatte Krebs, und ihre Mutter und ihre Schwester und der Onkel …“. Leider wird diese Liste heute immer länger. Und wie haben sich alle ernährt? Ein Veganer mit dabei? In China sind in den ländlichen Regionen, wo sich noch weitestgehend fleischfrei ernährt wird, die Krebsraten am geringsten oder teilweise sogar unbekannt. Diese Entdeckungen wurden ebenfalls bei den Studien an über 100 Jährigen in Japan, im Himalaya und in Aserbaidschan gemacht. Dr. Campbell kann die Entwicklung von Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten an der Einführung der westlichen Ernährungsweise belegen. Einmal in China selbst und auch an Einwanderern in die USA. Es dauert nur eine Generation und schon sind Adipositas, Herzinfarkt, Diabetes und eben Krebs Familienalltag.

Als ich die Studie las, war ich sehr sehr geschockt und natürlich auch sehr verärgert, dass unsere Ärzte und Politiker dies nicht wissen oder uns vorenthalten. Doch nach vielen Gesprächen mit Ärzten und Therapeuten der „neuen Generation“ und aus eigenen Erfahrungen weiss ich, wie schwierig es für einen selbst ist, eigene Verhaltensweisen zu ändern. Und noch viel schwieriger ist es natürlich für die Politik, aus diesem Milliardengeschäft ungeschoren rauszukommen. Auch zu dieser Problematik äußert sich Dr. Campbell in diesem Buch ausführlich. Einmal über die erlebten eigenen Einschnitte in der beruflichen Laufbahn und er berichtet über zwei namhafte amerikanische Ärzte, denen Ärtzekollegen keine Patienten, aber durchaus die eigenen Familienmitglieder und Freunde zur Behandlung anvertrauen.

Für mich war diese Studie der Anlass, meine Ernährung komplett umzustellen. Ich habe es nicht bereut, warum auch, ich habe die elendige bleierne Müdigkeit endlich abgelegt, ich fühle mich fitter und leistungsfähiger. Beim Laufen erreiche ich persönliche Bestzeiten. Ich weiss, es gibt keine Garantie, nicht an Krebs zu erkranken, aber die anderen Defizite loszuwerden, dafür hat sich dies bereits gelohnt. Ganz abgesehen vom eingesparten Wasser, der Pflanzen, der Gülle und der langsamen Ausrottung unserer natürlichen Ressourcen durch „Tiere essen“. Und was habe ich noch dazu gewonnen?? Viele neue nette Menschen, viele neue Rezepte und Lebensmittel, nach dem Motto „das kann man essen?“ und natürlich viele interessante neue Bücher, die einem die Augen und den Geist öffnen.

Wem diese Lektüre zu lang ist, der kann natürlich das Hörbuch dazu genießen, wunderbar gesprochen von Herrn Herbst, ebenfalls Veganer. Dessen Aufforderung kann man ruhig mal nachkommen: einfach mal 30 Tage probieren. Keine Angst, es endet nicht tödlich.

 

 

Ebenfalls empfehlen kann ich das dazugehörige Kochbuch, obwohl ein paar Bilder mehr dort nicht geschadet hätten. Gerade am Anfang bekommt man tolle Ideen in den Topf.

Und natürlich warte ich schon sehnsüchtig auf das neue Buch des Autors „Interessen“, dessen Veröffentlichung leider bereits verschoben wurde. Aber was lange währt, wird gut. Dies lässt bereits die Leseprobe des Verlags vermuten.

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